Das Feuer im Naturschutzgebiet Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain ist nach Angaben der staatlichen Forstverwaltung der größte Waldbrand seit 30 Jahren in Sachsen. Im Mai 1992 standen rund 1000 Hektar Wald bei Weißwasser (Landkreis Görlitz) in Flammen, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst am Freitag zum Besuch von Landesforstpräsident Utz Hempfling am Brandort mitteilte.
Hempfling dankte Haupt- und Ehrenamtlichen «für ihren unermüdlichen Einsatz». Dadurch sei weiterer Schaden, besonders für Menschen, verhindert worden. Da bisher nur wenig Regen in der Region angekommen sei, bestehe weiterhin die Gefahr von Flammenbildung und Glutnestern, die rund um die Uhr bewacht werden müssten.
Die Schutzgebietswacht von Sachsenforst half bei den wegen der Munitionsbelastung schwierigen Löscharbeiten auf dem früheren Truppenübungsplatz. Sie lenkte die Einsatzkräfte auf den wenigen sicheren, von Munition beräumten Wegen und orderte gepanzerten Spezialschlepper aus Nordrhein-Westfalen. Die Maschine kann auch munitionsbelastete Flächen befahren sowie Brand- und Glutnester löschen.