Nach dem Ende der Antragsfrist für die Fluthilfen im Ahrtal und anderen Hochwassergebieten sind bundesweit rund 6,2 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen «Aufbauhilfe 2021» ausgezahlt worden. Das teilte das Bundesfinanzministerium auf Anfrage mit. Das entspricht gut einem Fünftel der bis zu 30 Milliarden Euro, die der Bund für den Wiederaufbau nach der Flut von 2021 bereitgestellt hat.
Von den bislang ausgezahlten Mitteln gingen rund 5,2 Milliarden Euro an die Länder und rund eine Milliarde Euro in den Wiederaufbau der Bundesinfrastruktur. Die größten Anteile erhielten Rheinland-Pfalz mit 2,5 Milliarden Euro und Nordrhein-Westfalen mit 2,6 Milliarden Euro. Weitere Mittel flossen unter anderem nach Bayern und Sachsen.
Das zuletzt von den Ländern gemeldete Gesamtschadensvolumen lag zum Stichtag 30. Juni 2025 bei rund zehn Milliarden Euro. Aktuellere Zahlen liegen dem Bund nach eigenen Angaben nicht vor. Die Frist für Erstanträge endete am 30. Juni. «Wie hoch die aus dem Sondervermögen "Aufbauhilfe 2021" zu tragende Summe sein wird, ist damit noch nicht abschätzbar», erklärte das Finanzministerium. Bewilligungen sind noch bis Ende 2030 möglich, Auszahlungen auch darüber hinaus.