Nach dem Blitzeinbruch mit einem Auto in ein Juweliergeschäft in Chemnitz ist einer der Tatverdächtigen in Ungarn festgenommen worden. DNA-Spuren an einem der Tatfahrzeuge führten die Ermittler zu dem 44-Jährigen, der bereits in polizeilichen Auskunftssystemen erfasst gewesen sei, teilten die Chemnitzer Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit. Da sein Aufenthaltsort zunächst unbekannt war, wurde er seit 7. Juli mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Kurz darauf sei er festgenommen wurden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.
Die Einbrecher hatten am Abend des 3. April einen silbernen Mercedes-SUV mehrfach mit Anlauf und Gewalt gegen das Schaufenster des Geschäfts gefahren, bis die Scheibe zu Bruch ging. Dabei blieb der Wagen allerdings auf einem Vorsprung stecken, so dass die vier mutmaßlichen Täter nicht ins Geschäft kamen. Ohne Beute flüchteten sie mit einem anderen Auto.
Der festgenommene Mann habe laut Polizei den Tatwagen in das Schaufenster gelenkt und solle zeitnah nach Deutschland ausgeliefert werden. Er sei für die Polizei kein Unbekannter: So sei er an einem ähnlichen Blitzeinbruch im August 2017 beteiligt gewesen. Das Ermittlungsverfahren gegen den Mann sei in Anbetracht der aktuellen Erkenntnisse von der Staatsanwaltschaft wiedereröffnet worden, hieß es.