Nach Brandanschlägen auf Gelände von Baufirmen in Rodewisch (Vogtlandkreis) und Bautzen haben das Landeskriminalamt (LKA) und die zuständigen Staatsanwaltschaften jeweils 30 000 Euro Belohnung ausgesetzt. Die Ermittler suchten nach sachdienlichen Tipps, die zur Ergreifung der Täter führten, teilte das LKA am Donnerstag mit.
Unter anderem seien Informationen wichtig, wer zur Tatzeit Verdächtige in der Nähe gesehen habe oder die Täter oder Menschen aus deren Umfeld kenne. Auch Hinweise aus den sozialen Medien seien für Polizei und Staatsanwaltschaft relevant, hieß es.
Unbekannte hatten am 5. November in Rodewisch einen Bagger, zwei Lastwagen-Kipper und einen Kleintransporter sowie in Bautzen weitere Baufahrzeuge in Brand gesetzt. Auf dem Gelände der vogtländischen Firma sind zudem weitere Brandsätze in Fahrzeugen entdeckt worden, die jedoch nicht zündeten. Der Sachschaden in Rodewisch betrug rund 400 000 Euro. Auch in Bautzen war der Schäden beträchtlich.
Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) und Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar versprachen bei einem Treffen mit Vertretern des Ostdeutschen Bauindustrieverbandes sowie den geschädigten Firmen, alles für eine Aufklärung der Straftaten in Leipzig, Bautzen und Rodewisch zu tun. Man werde nicht dulden, dass Extremisten und Straftäter den Rechtsstaat, seine Bürgerinnen und Bürger oder die Unternehmen terrorisierten, sagte Wöller.