Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Unfall und Verkehr

Abbruchkosten an Dresdner Carolabrücke in Millionenhöhe

Abbruchkosten an Dresdner Carolabrücke in Millionenhöhe
Noch ist unklar, wann hier wieder Schiffe fahren dürfen. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Wegen des Elbehochwassers pausierte der Abbruch des zerstörten Teils der Dresdner Carolabrücke. Die Reste sollen bis Jahresende geborgen werden – die Kosten gehen in die Millionen.

Der Abriss des zerstörten Teils der Dresdner Carolabrücke wird teuer. Die Stadt geht nach «grober Schätzung» von sieben Millionen Euro aus, sagte die Leiterin des Straßen- und Tiefbauamtes, Simone Prüfer, in einer Sitzung des Bauausschusses im Stadtrat. Die Abbrucharbeiten, die am kommenden Montag beginnen sollen, sind demnach nur ein Teil davon. In die Gesamtsumme fließen auch das Sicherheitskonzept oder die Auswirkungen im Verkehr. 

Abbrucharbeiten bis Jahresende

Der beschädigte Zug C wird nach der Zwangspause wegen Hochwassers vom kommenden Montag an bis zum Jahresende weiter abgebrochen. Dabei sollen die noch ins Wasser hängenden Brückenteile und Kragarme mit Spezialtechnik zum Absturz gebracht, von mobilen Brecheranlagen vor Ort zerkleinert und abtransportiert werden. Danach folgen die bereits im Fluss liegenden und noch gewollt hinabfallenden Trümmer, für deren Bergung ein Wasserstand unter 2,30 Meter nötig ist.

Beton in Trümmern wiederverwendbar

Der Beton der abgebrochenen und entsorgten Teile des eingestürzten Strangs C der Dresdner Carolabrücke ist noch verwertbar. «Der Beton wurde untersucht und kann der Wiederverwendung zugeführt werden», sagte Prüfer. Während der weiteren Arbeiten am beschädigten Brückenbereich werden Proben genommen. «Wir wollen so viele Informationen für die Ursachenforschung wie möglich.» 

Auch die tägliche Auswertung der Messsensoren an allen Brückensträngen geht weiter, mit Blick auf eine Veränderung der Situation sowie zur Beweissicherung. Momentan sind die Ergebnisse laut Prüfer unauffällig.

Keine Durchfahrt für Schiffe über Wochen 

Die Schifffahrt unter der Carolabrücke hindurch ist während der Arbeiten nicht möglich, sagte Prüfer. Erst wenn feststeht, wie sicher die noch stehenden Stränge A und B sind, werde klar, ob sie wieder passierbar ist. Die Stadt stellt sich auf Schadenersatzansprüche ein, sagte Prüfer. 

Strang C mit Straßenbahnschienen und Radweg brach in der Nacht zum 11. September auf etwa 100 Metern Länge aus noch unbekannten Gründen ein. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk beseitigten danach in einem Wettlauf gegen die Zeit Trümmer des zerstörten Brückenstrangs mit Unterstützung von Bundeswehr und Spezialtechnik. Wegen des Hochwassers pausierten die Arbeiten für gut zwei Wochen.

Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Sachsen News
Artikel von

Sachsen News

Sachsen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media