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Sächsische Unternehmer pflanzen Bäume in Erzgebirgswald

Sächsische Unternehmer pflanzen Bäume in Erzgebirgswald
Unternehmen initiieren und finanzieren Baumpflanzung im Osterzgebirge / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Bergwiesen und Bäume im Osterzgebirge sind gefährdet, durch Klimawandel und Erholungssuchende. Neben staatlicher Investition in den nötigen Waldumbau hilft auch bürgerschaftliches Engagement.

Freiwillige haben die ersten von insgesamt 3.000 Weißtannen für das Waldgebiet Haselberg bei Oelsen im Osterzgebirge gepflanzt. Es war der Auftakt einer von mehreren Firmen geförderten Aktion «Lebendiger Mischwald» des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz. Sechs Unternehmen aus Dresden und Nünchritz stellten dafür insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung - und Arbeitszeit ihrer Teams.

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«Weißtannen gelten als Hoffnungsträger im Waldumbau und sind zumindest nach der Pflanzung im Sommer vor Wildbiss sicher», erklärte Vereinsmitglied Karl Schwald. In dem Gebiet gebe es außergewöhnlich viel Wild, das aufgrund der Waldschäden und hoher Beunruhigung durch Erholungssuchende größere Rudel bilde und den Aufwuchs von jungen Laubbäumen und Bergwiesen schädige.

Auch bürgerschaftliches Engagement nötig

«Wir brauchen naturnahen Wald im Osterzgebirge», sagte Vereinsvorsitzender Thomas Westphalen. Um die wertvollen Bergwiesen zu erhalten, sei angesichts drastischer Kürzungen öffentlicher Ausgaben bürgerschaftliches Engagement nötig. So nahmen auch die Greenkeeper zweier Golfanlagen, Azubis eines Dresdner Restaurants sowie die Jägerschaft Oelsen den Spaten in die Hand. Da der Boden sehr steinig und mit Wurzeln durchzogen ist, bringen Forstarbeiter die restlichen Bäume in die Erde - und kümmern sich zudem um deren Schutz.

Die Initiatoren der Aktion im etwa 500 Hektar großen Naturschutzgebiet «Mittelgebirgslandschaft um Oelsen» hoffen auf weitere Mitstreiter für eine jährliche Tradition. Wertvolle Bergwiesen und Wälder in dem Gebiet weisen nach ihren Angaben ernste Schäden durch die frühere Fichtenmonokultur, die Folgen des Klimawandels sowie Wildverbiss und Borkenkäfer-Schäden auf. Die Neupflanzungen sollen eine Balance zwischen naturschutzgerechtem Wald und Wildbestand schaffen helfen.

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