Seit Wochen grassiert in den Nachbarbundesländern die Vogelgrippe - jetzt hat es auch Sachsen erwischt. Im Freistaat seien drei Fälle der Geflügelpest nachgewiesen worden, teilte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) mit. Das hätten Analysen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) ergeben.
Kranich, Schwan und Graugans bei Leipzig verendet
Bei den an Geflügelpest verendeten Tieren handelt es sich demnach um einen Kranich und einen Schwan auf dem Gebiet der Stadt Leipzig sowie um eine Graugans am Ostufer des Markkleeberger Sees im Landkreis Leipzig. Nutztierbestände seien nicht betroffen, daher seien auch keine tierseuchenrechtlichen Maßnahmen erforderlich. Eine allgemeine Pflicht zur Aufstallung wurde bislang nicht verhängt. Das (FLI) hält an seiner aktuellen Risikoeinschätzung fest und stuft die Risiken für einen Eintrag des H5N1-Virus in Geflügelbestände deutschlandweit als «hoch» ein.
Es sei zu erwarten gewesen, dass die Geflügelpest auch Sachsen erreichen würden, sagte Köpping. «Wir verzeichnen bundesweit in diesem Jahr ein sehr dynamisches Geschehen mit bereits vielen Fällen auch in Geflügelhaltungen.» In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und auch Thüringen war die Vogelgrippe zuvor nachgewiesen worden. Da dort bereits Betriebe betroffen waren, mussten Zehntausende Tiere getötet werden.