Das Wetter und die pandemiebedingten Einschränkungen haben im Vorjahr für eine gute Luft in Sachsen gesorgt. Sämtliche Grenzwerte für Luftschadstoffe seien eingehalten worden, teilte das Landesumweltamt am Donnerstag in Dresden mit. Bei Feinstaub (PM10) lagen demnach die Jahresmittelwerte auf dem gleichen niedrigen Niveau wie im Vorjahr und erreichten im Durchschnitt 35 Prozent des erlaubten Jahresgrenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.
Ausreißer gab es vor allem im Zeitraum zwischen dem 23. und 26. Februar, als Saharastaub zu deutlich höheren Feinstaubkonzentrationen geführt hatte. Der Tagesgrenzwert für Feinstaub beträgt 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und darf an maximal 35 Tagen pro Jahr überschritten werden.
Die niedrigen Feinstaubkonzentrationen wurden der Behörde zufolge durch den insgesamt zu warmen Winter begünstigt. Zudem seien in den letzten Jahren in der kalten Jahreszeit seltener Ostwetterlagen aufgetreten, die in der Vergangenheit häufig schadstoffbelastete Luft nach Sachsen getragen hatten.