Affenhitze beim Showdown: Der Dresdner Zoo hat am Dienstag sein neues Orang-Utan-Haus eröffnet und damit die größte Investition der 163-jährigen Geschichte vollendet. Das Gebäude kostete 22 Millionen Euro und war damit rund fünf Millionen Euro teuer als geplant. Knapp drei Millionen Euro stammen aus Spenden. Nach den Worten von Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert bekommt der Zoo damit eine weitere Attraktivität, um Gäste aus nah und fern anzuziehen. Hilbert sieht in der Investition zugleich einen Beitrag zur artgerechten Tierhaltung und verbindet damit einen pädagogischen Aspekt. Es sei wichtig, ein Bewusstsein für den Erhalt des Regenwaldes zu entwickeln, sagte er.
Das Orang-Utan-Haus, das bei Temperaturen von fast 30 Grad eröffnet wurde, ähnelt von der Form her einem riesigen Donut. Die Außenanlage für die Menschenaffen befindet sich in der Mitte. Durch die Umschließung sollen die Orang-Utans besser vor Wind und Lärm geschützt werden und können im Jahresverlauf länger als bisher an der frischen Luft sein. Ihnen stehen zudem in den Innen- und Außenanlagen deutlich mehr Raum und Klettermöglichkeiten sowie Rückzugsräume und Spielplätze zur Verfügung. Neben den Menschenaffen beherbergt das Haus weitere Tierarten Südostasiens, darunter die Schleichkatzenart Binturong, Glattotter, Reptilien wie zwei Netzpythons und die drei Dresdner Riesenschildkröten namens Hugo II, Hugo III und Hugo IV.