Die Handballer des SC Magdeburg lassen sich von dem Einspruch der Füchse Berlin nach dem Bundesliga-Topspiel nicht beirren. «Daran habe ich überhaupt keine Energie verschwendet und bin total entspannt», sagte SCM-Trainer Bennet Wiegert.
Der 42-Jährige betonte, dass es das Recht einer jeden Mannschaft sei, dieses Mittel zu nutzen und auch sein Team das bereits mehrfach getan habe. «Da bin ich emotionslos und habe das passiv wahrgenommen. Diese Unzufriedenheit kann ich aber grundsätzlich nachvollziehen.»
Die Berliner hatten nach dem 31:31 am Sonntag mehrere Entscheidungen der Schiedsrichter kritisiert und unter anderem reklamiert, dass ein Tor von Lasse Andersson in der 39. Minute nicht gegeben worden sei. Aufgrund der nicht vorhandenen Torlinientechnologie in der HBL hatten die Unparteiischen eine Tatsachenentscheidung aus dem Spiel heraus getroffen und auf «kein Tor» entschieden.
«Wenn sich der Schiedsrichter in dem Moment nicht zu einhundert Prozent sicher ist, kann er nicht auf Gefühl pfeifen. Insofern tun mir die beiden jetzt schon fast etwas Leid», äußerte sich Wiegert zu der Problematik und drückte seinen Wunsch nach einer technischen Veränderung aus, wie sie beispielsweise von der Europäischen Handball Föderation (EHF) bei Großturnieren bereits eingesetzt wird. «Alles, was für mehr Gerechtigkeit und Klarheit führt, kann uns nur helfen. Doch das ist natürlich eine Kosten- und Umsetzungsfrage.»