Pyrotechnik spaltet den Fußball: Für einige Fans ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil der Stadionkultur, für andere eine gefährliche und deshalb verbotene Praxis. 15 ostdeutsche Fußballvereine haben eine Initiative ins Leben gerufen, die nun erneut in den Fokus rückt. Wir fassen die wichtigsten Aspekte der Debatte zusammen.
Hintergrund der Initiative
Dresden/Leipzig – Der Slogan „Pyrotechnik ist doch kein Verbrechen“ ist längst ein fester Bestandteil der Fankultur. Doch wenn bengalische Feuer und Rauchschwaden das Stadion in gleißendes Licht hüllen, entstehen auch Konflikte mit Verbänden und Sicherheitsbehörden.
Besonders brisant wurde die Thematik zuletzt beim Spiel zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden, als Pyrotechnik-Einsätze zu einer halbstündigen Spielunterbrechung führten. Raketen und Böller wurden zwischen den Fanblöcken hin- und hergeschossen, wodurch mehrere Dutzend Personen, vor allem im Dresdner Fanbereich, verletzt wurden.
In ihrem offenen Brief aus dem Januar 2024 fordern 15 ostdeutsche Vereine und Fangruppen die Abschaffung der Verbandsstrafen für nicht missbräuchlich eingesetzte Pyrotechnik. Ausdrücklich ausgenommen ist der gezielte Einsatz gegen Personen oder das Werfen auf das Spielfeld. Die Klubs argumentieren, dass die bestehenden Sanktionen die Vereine finanziell stark belasten, ohne die Nutzung von Pyrotechnik wirksam zu reduzieren.