Dresden hat den deutschen Langläuferinnen nicht den erhofften ersten Podestplatz in diesem Winter beschert, Elisabeth Schicho aber den Olympischen Spielen einen großen Schritt näher gebracht. Beim ersten Langlauf-Weltcup in der sächsischen Landeshauptstadt kam die Sprinterin vom Schliersee am Samstag auf Platz acht, wiederholte damit das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere und schaffte eine Olympia-Teilnorm.
Die höher eingeschätzten Sandra Ringwald und Hanna Kolb konnten dagegen nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Die Siege gingen an die Schwedin Hanna Falk und Federico Pellegrino, der den klar favorisierten norwegischen Seriensieger Johannes Kläbo überraschend auf Rang zwei verwies.
«Ich bin richtig glücklich. Noch schöner wäre es natürlich gewesen, ich hätte es ins Finale geschafft. Aber auch so war es ein sehr erfolgreicher Wettkampf», sagte Schicho. Vor tausenden Zuschauern am Dresdner Königsufer, die für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten, waren die Defizite der deutschen Läufer sichtbar geworden. «Taktisch ist auf diesem engen Kurs nicht alles aufgegangen», sagte Andreas Schlütter, der Sportliche Leiter der DSV-Läufer.