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«Kirmesliga»: Rundumschlag von Energie-Trainer Wollitz

«Kirmesliga»: Rundumschlag von Energie-Trainer Wollitz
Energie Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz wählte einmal mehr eine scharfe Kritik. (Archivbild) / Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
Von: DieSachsen News
Einmal mehr hat der Trainer von Energie Cottbus die Beschaffenheit der 3. Liga scharf moniert. Auch bei der Neuvergabe der Fernsehgelder sollte der DFB ein anderes System schaffen, findet der Coach.

Trainer Claus-Dieter Wollitz hat mitten im Aufstiegsrennen die Beschaffenheiten der dritten Fußball-Liga heftig angeprangert. «Es gibt viele Kollegen, die sagen, es sei eine Kirmesliga, da es keine einheitliche Linie gebe. Wir werden aber nicht erhört», sagte der 60-jährige Coach von Energie Cottbus auf der Pressekonferenz vor dem Spitzenspiel am Sonntag in Osnabrück (13.30 Uhr/MagentaSport), «darum sollte es eine Trainertagung geben.»

Angesichts zahlreicher Fehlentscheidungen durch Schiedsrichter und deren Assistenten setzt sich Wollitz auch für die Einführung des Videobeweises in der dritten Liga ein, «auch wenn ich nicht weiß, ob es dadurch gerechter werde.» Aber so manche auffälligen Fehlentscheidungen könnten mit dem VAR erkannt werden. «Das ist eine Profiliga. Und da sind Fehler passiert, die dürfen einfach nicht passieren», sagte Wollitz. 

Dabei nimmt der Trainer einmal mehr die Schiedsrichter aus der Schusslinie. «Entscheidend sind die Schiedsrichter-Beobachter, weil sie alles von den Referees erwarten», sagte Wollitz. Durch den Druck könne der Unparteiische dann ich kniffligen Situationen nicht immer richtig reagieren, so der Vorwurf des Trainers.

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Auch bei der Neuausschreibung der Fernsehrechte ab der Saison 2027/2028 verlangt Wollitz ein anderes Prämiensystem. So sollten die Fernsehgelder je nach Endplatzierung gestaffelt werden: «Es entsteht eine andere Situation, wenn ich am Ende zwei Plätze höher liege und dann auch mehr TV-Gelder erhalte. Das macht den Wettbewerb interessanter.» 

Die Fernsehgelder selbst müssten erhöht werden. «Minimum ist das Doppelte», sagt Wollitz, der dem aktuell übertragenden Sender MagentaSport ein gutes Zeugnis ausstellt.

Auch bei der Auf- und Abstiegsregelung hat Wollitz seine Meinung und fordert das Aufstiegsrecht für jeden Regionalliga-Meister. Bisher haben nur jeweils drei Titelträger das Aufstiegsrecht, zwei Meister müssen in einer Relegation um den derzeit letzten Platz kämpfen. «Aus meiner Sicht kann es nur diese Fairness geben mit 22 Vereinen, macht fünf Absteiger und fünf Aufsteiger. Dann hast Du vier Spiele mehr und es können mehr aufsteigen.»

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