Der zurückgetretene Präsident Holger Scholz hat sich nach seinem Aus mit deutlicher Kritik an Funktionären von Dynamo Dresden gemeldet. Der Unternehmer sprach in einem Schreiben, das der dpa vorliegt, von «Intrigenspielen weniger Personen, die dem Verein seit Jahren extrem schaden». Zuvor hatte der MDR berichtet. Scholze war am Samstagabend nach der Mitgliederversammlung zurückgetreten. Er war seit 2018 im Amt. Wer seine Nachfolge antreten wird, ist noch offen.
Zuvor hatte bei der Versammlung im Dresdner Congress Center ein Mitglied einen Antrag zur Abstimmung gestellt, ein Ehrenratsverfahren gegen Scholze fallen zu lassen. Am Ende der über neunstündigen Versammlung entschieden die verbliebenen Mitglieder aber, dass nicht über den Antrag abgestimmt wird - so blieb die Strafe gegen Scholze bestehen. «Unter dem Strich werte ich die Vorkommnisse als Misstrauensvotum», sagte der 53-Jährige. Dass eine Abstimmung ausblieb, wertete Scholze als fehlenden Mut seiner Kritiker.