In der auffälligen Dopingprobe von Bob-Anschieber Simon Wulff ist ein bei Wettkämpfen verbotenes Stimulanzmittel festgestellt worden. Dies hat die internationale Testagentur ITA mitgeteilt. Nachdem der Bob- und Schlittenverband Deutschland (BSD) Wulff vorsorglich freigestellt hat, ist offen, ob dem Anschieber von Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich nun weiterreichende Konsequenzen drohen.
Bei Wulff sei die Substanz Methylhexanamin in einer Probe gefunden worden, teilte die ITA mit. Die Substanz ist in sogenannten Schlankmachern und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten und zählt mittlerweile zu den am häufigsten gefundenen Stimulanzien in Dopingproben.
Gemäß dem Welt-Anti-Doping-Code und den Anti-Doping-Regeln des Bobweltverbandes IBSF wurde keine vorläufige Sperre gegen den Athleten verhängt, der während des laufenden Verfahrens weiterhin an Wettkämpfen teilnehmen darf. Mit der Freistellung von Wulff will der BSD mögliche Sanktionen gegen das Team im Nachhinein ausschließen. Friedrich wird deshalb den Zweierbob-Weltcup in St. Moritz an diesem Wochenende mit Alexander Schüller bestreiten.