Es ging schneller als gedacht. Nachdem Björn Kircheisen die olympische Krönung versagt geblieben war, kündigte er am Sonntag das Ende seiner sportlichen Karriere an. Beim Weltcup der Nordischen Kombination in einer Woche in Schonach wird er letztmals in seiner unnachahmlichen Art über die Schanze und durch die Loipe gehen. Damit endet ein Sportler-Dasein, das mit zu den interessantesten zählt. Vor allem deshalb, weil es trotz Dutzender Anläufe erst sehr spät mit einer Goldmedaille belohnt wurde.
Einen besseren Ort als Klingenthal unweit seines Geburtsortes Erlabrunn konnte sich Kircheisen für die Ankündigung seines Laufbahnendes kaum aussuchen. «Es fällt mir sehr schwer, aber ich trage den Gedanken schon länger mit mir herum», sagte der 34-Jährige am Sonntag beim Heim-Weltcup. «Ich bin quasi in Klingenthal aufgewachsen und habe an der Kinder- und Jugendsportschule den Grundstein meiner Sportlerkarriere gelegt. Deshalb ist hier der richtige Ort und Zeitpunkt, meinen Entschluss auszusprechen und mich bei meinen Weggefährten aus der Heimat zu bedanken», sagte der Oldie der deutschen Kombinierer.