Der aus Bautzen stammende Profiboxer Michael Eifert steht vor seiner größten sportlichen Herausforderung. Am Samstag kämpft der Sohn russischer Einwanderer in Jekaterinburg um mehrere Weltmeistertitel im Halbschwergewicht - der Gewichtsklasse der früheren deutschen Box-Ikone Henry Maske. Doch der Kontrahent von Eifert, der für den Magdeburger Boxstall SES um Promoter Ulf Steinforth antritt, scheint übermächtig. Der Pflichtherausforderer des Weltverbandes IBF tritt auf den Russen Dmitri Bivol, der die Weltmeistergürtel der vier bedeutenden Weltverbände WBA,IBF,WBO und IBO trägt. Der 35-Jährige gilt damit als "Unified Champion", als unangefochtener Weltmeister, der alle Titel vereint. Alles andere als ein klarer Sieg des haushohen Favoriten wäre eine Box-Sensation. Der Außenseiter aus Sachsen spricht vor dem Duell über seine Hoffnungen, seinen Geburtsort Bautzen und auch über die politische Dimension seines WM-Duells in Russland.
Michael, seit Ihrem Sieg im März 2023 gegen Ex-Weltmeister Jean Pascal sind Sie offizieller Pflichtherausforderer der IBF für den Weltmeister. Wie haben Sie diese jahrelange Wartezeit überhaupt überstanden – mental und körperlich?
