Die Zielstellung war eher zwischen den Zeilen zu lesen. «Spitzenteam werden» oder «wieder attraktiven Handball spielen» - nur das Wort Bundesliga-Aufstieg ging weder Vereinspräsident Uwe Saegeling noch dem neuen Cheftrainer André Haber über die Lippen. «Der nächste Schritt ist erst einmal, für Stabilität zu sorgen, die es braucht, um ein Spitzenteam in der zweiten Liga zu werden», sagte Haber am Donnerstag bei seiner öffentlichen Vorstellung als neuer Cheftrainer beim HC Elbflorenz in Dresden.
Der mächtige Saegeling wollte sich auf keine Zielsetzung festlegen lassen. «Wir müssen zuallererst wieder attraktiven Handball spielen, um unsere Halle voll zu bekommen. Wir wollen mit André Haber den nächsten Schritt gehen, um ein guter Bestandteil der zweiten Liga zu sein.» Er freue sich wahnsinnig, dass man mit dem Erstliga erfahrenen Haber ab der neuen Saison eine «so attraktive Person» gefunden habe.
Haber soll den Handball-Zweitligisten nicht nur auf ein neues Level heben, der nächste Schritt bedeutet im Umkehrschluss ganz klar die Bundesliga - auch wenn es keiner der Anwesenden aussprechen wollte. Dafür hat der 36 Jahre alte Haber laut Vertrag Zeit bis zum 30. Juni 2026. Zugleich übernimmt der aktuelle Zweitliga-Coach Rico Göde dann im Sommer das Amt als Sportlicher Leiter. Damit tritt der 40-Jährige die Nachfolge von Karsten Wöhler an, von dem sich der Verein in dieser Woche getrennt hatte.