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Pfand sammeln wird zur Schatzsuche: Diese Dresdner App zeigt, wo Flaschen liegen

Pfandpirat Gründer Sammy Zimmermanns
Gründer von Pfandpirat.com Sammy Zimmermanns sammelt selbst auch gerne Flaschen (Foto: Sammy Zimmermanns)
Auf dem Weg zur Arbeit, beim Spaziergang durch Dresden oder beim Warten auf die nächste Bahn – überall können sie liegen: leere Pfandflaschen und Dosen. Für die meisten sind sie Müll, für andere ein kleiner Schatz. Genau daraus macht Pfandpirat eine digitale Schatzsuche, bei der Nutzer Fundorte entdecken, selbst Flaschen melden, Punkte sammeln und gemeinsam auf die Jagd gehen können. Hinter der ungewöhnlichen Idee steckt der Dresdner Sammy Zimmermanns. Wie aus herumliegenden Pfandflaschen ein echtes Spiel für die Stadt geworden ist, lesen Sie hier.

Wer in Dresden unterwegs ist, kennt das Bild: Auf dem Weg zur Arbeit, beim Spaziergang oder am Wochenende liegen leere Flaschen und Dosen am Straßenrand. Was für viele einfach Müll ist, kann für andere bares Geld sein. Genau hier setzt Pfandpirat an und macht aus der Suche nach Pfand eine digitale Schatzsuche. Plötzlich bekommt der nächste Spaziergang ein kleines Ziel: Wo könnte die nächste Flasche oder Dose liegen? Ein Blick auf die Karte, ein kurzer Umweg – und vielleicht wird aus dem ganz normalen Weg nach Hause ein kleiner Fund.

Pfand sammeln wird zum gemeinsamen Spiel

Pfandpirat ist eine Website und Mobile-App, mit der Nutzer Pfandfunde dokumentieren und Fundorte in ihrer Umgebung entdecken können. Auf einer digitalen Karte werden die Fundorte sichtbar. So verbindet Pfandpirat das Sammeln von Pfand mit einer spielerischen Community-Idee.


Auch der Gründer Sammy Zimmermanns räumt die Stadt mit auf (Foto: Sammy Zimmermanns)


So funktioniert die Pfandpiraten-Schatzkarte

Das Herzstück von Pfandpirat ist die digitale Schatzkarte. Nutzer sehen dort Fundorte in ihrer Umgebung und können sich auf die Suche machen. Die Plattform zeigt dabei unter anderem Fundorte und aktuelle Meldungen an. So lässt sich besser einschätzen, wo sich ein Blick auf dem nächsten Spaziergang lohnen könnte.

Wer selbst eine Flasche oder Dose entdeckt, kann den Fund ebenfalls melden und damit die Karte für andere Nutzer erweitern.

Das Prinzip ist einfach:

finden → melden → sammeln → weitersuchen


Die Schatzkarte auf pfandpirat.com (Foto: Pfandpirat.com)

Wer steckt hinter Pfandpirat?

Hinter Pfandpirat steht der Dresdner Sammy Zimmermanns. Er ist Gründer und Betreiber der Plattform. Pfandpirat wurde aus Dresden heraus gestartet und ist seit 2025 aktiv.


Pfand sammeln und dabei Punkte machen

Aus der digitalen Karte wird bei Pfandpirat mehr als eine reine Übersicht von Fundorten. Die Plattform setzt auf verschiedene Spielelemente, mit denen die Suche abwechslungsreicher werden soll.

Nutzer können unter anderem:

  • XP sammeln
  • Level aufsteigen
  • Erfolge freischalten
  • tägliche Aufgaben erledigen
  • Schatztruhen öffnen
  • Statistiken verfolgen
  • an Ranglisten teilnehmen
  • sich in Crews zusammenschließen 

Dazu kommen verschiedene Piraten-Ränge. Auch gemeinsame Missionen sind möglich: Nutzer können eine Crew gründen oder einer bestehenden Crew beitreten und Fundorte sowie Erfolge gemeinsam verfolgen.

Jetzt selbst auf Schatzsuche gehen:

HIER geht’s zur Website

HIER geht’s zur App im Google Play Store

Dresden liefert spannende Daten

Wie viele Funde inzwischen in Dresden dokumentiert wurden, zeigt der Pfandatlas für das Datenjahr 2025: In Dresden wurden 8.240 Funde an 7.362 aktiven Fundorten dokumentiert. Besonders auffällig war der Bischofsweg in der Äußeren Neustadt mit 1.954 registrierten Funden. Wer dort unterwegs ist, läuft also durch einen Bereich, in dem besonders viele Pfadfinder bereits fündig geworden sind. Vielleicht wartet der nächste Fund schon ein paar Meter weiter. Auch Löbtau und die Südvorstadt gehören im Pfandatlas zu den Stadtteilen mit zahlreichen dokumentierten Funden.

Die Daten zeigen damit nicht nur, wo einzelne Flaschen und Dosen gefunden wurden. Sie machen auch sichtbar, in welchen Bereichen Dresdens besonders viele Funde gemeldet wurden.

Gemeinsam mit anderen auf Pfandsuche

Über sogenannte Crews können sich Freunde, Familien oder andere Gruppen zusammenschließen. Gemeinsam können sie Fundorte verfolgen, Erfolge sammeln und sich kleine Challenges stellen: Wer entdeckt den nächsten Fund? Wer sammelt die meisten XP? Und wer steigt als Nächstes im Rang auf?

Mehr als 2500 Getränke im Archiv

Neben der Fundortkarte gibt es bei Pfandpirat auch ein umfangreiches Getränke-Archiv. Aktuell werden dort mehr als 2.500 Getränke geführt. Außerdem sind mehr als 1.700 verschiedene Barcodes erfasst. Die Datenbank ergänzt damit die Fundortkarte um Informationen rund um Getränke und Pfand.

Von Dresden in zahlreiche Städte

Aus dem Dresdner Projekt ist inzwischen eine Plattform mit Funddaten aus vielen Teilen Deutschlands geworden. Die aktuell auf Pfandpirat veröffentlichten Kennzahlen weisen 100 verschiedene Städte, mehr als 14.000 Einträge und fast 12.000 Fundorte aus. Da die Zahlen laufend aus der App-Datenbank aktualisiert werden, können sie sich verändern.

Damit wächst die digitale Schatzkarte mit jedem neuen Fund weiter. Nutzer tragen ihre Entdeckungen bei und machen sie dadurch für andere sichtbar.


Aktuelle Statistiken stand: 07.10 (Foto: Pfandpirat.com)

Warum macht das überhaupt Sinn?

Pfandpirat möchte Pfandfunde sichtbarer machen und Sammlern helfen, Fundorte in ihrer Umgebung gezielter zu entdecken. Statt einfach an einer herumliegenden Flasche vorbeizugehen, können Nutzer den Fund dokumentieren und damit die Community auf den Ort aufmerksam machen. Die Plattform verbindet damit Pfandsammeln, lokale Daten und spielerische Elemente.

Auch Bewegung gehört zum Konzept

Die Suche lässt sich zudem mit Bewegung verbinden. Pfandpirat verfügt über einen integrierten Schrittzähler und eine Aktivitätsanalyse. Wer ohnehin zu Fuß unterwegs ist, kann seine Runde damit um eine kleine Schatzsuche erweitern.

Aus:

„Ich gehe eine Runde spazieren.“

wird:

„Mal schauen, was ich unterwegs finde.“

Wo kann man Pfandpirat nutzen?

Pfandpirat lässt sich direkt im Browser nutzen. Die Plattform ist damit auch ohne klassische Installation über das Smartphone erreichbar. Zusätzlich gibt es eine Version für Android im Google Play Store.

HIER geht’s zur Website

HIER geht’s zur App im Google Play Store

Also ab nach draußen. Vielleicht wartet der nächste kleine Schatz schon um die Ecke.