In Sachsen haben Ende 2023 fast doppelt so viele Haushalte Wohngeld erhalten wie ein Jahr zuvor. Zum Stichtag 31. Dezember waren es im vergangenen Jahr rund 95.000 Haushalte, 2022 rund 45.000, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Als Grund wird das «Wohngeld-Plus-Gesetz» genannt, das am 1. Januar 2023 in Kraft trat. Es weitet unter anderem den Kreis der Berechtigten aus. Das Wohngeld wird meist als Mietzuschuss, selten auch an Eigentümer ausgezahlt. Für Mieter stieg der Betrag den Angaben nach auf durchschnittlich 234 Euro - 90 Euro mehr als am Stichtag 2022.
Wohngeld können einkommensschwächere Haushalte beantragen, wenn sie über ein eigenes Einkommen verfügen und so der Bezug von Grundsicherungsleistungen wie Bürgergeld oder Sozialhilfe vermieden werden kann.