Nach erheblichen Einbußen im wichtigen Weihnachtsgeschäft bereiten viele Kunsthandwerker im Erzgebirge nun neue Produkte vor und hoffen auf gute Erlöse zu Ostern. Allerdings macht ihnen dabei die Absage der Frühjahrsmessen zu schaffen, auf denen sie sonst ihre Produkte dem Handel präsentieren und Aufträge mit nach Hause bringen. «Es wird weiter produziert und an Neuheiten gearbeitet», sagte der Geschäftsführer des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller, Frederic Günther, der Deutschen Presse-Agentur. Wegen des Lockdowns im Handel und Tourismus setzten die Betriebe verstärkt auf Verkäufe im Internet.
«Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen», konstatierte Günther mit Blick auf den Umsatz in der Vorweihnachtszeit. Der Lockdown hat nicht nur dazu geführt, dass bundesweit Geschäfte schließen mussten. Auch kommen seit Wochen keine Touristen mehr ins Erzgebirge und fielen die Weihnachtsmärkte aus. «Der Online-Handel hat einiges aufgefangen.» Die Kunden dort suchten meist gezielt nach erzgebirgischem Kunsthandwerk. «Spontankäufe und Souvenirtourismus findet da aber nicht statt», zeigt Günther die Grenzen auf.