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Marx und Bedford-Strohm mahnen bei Ökumene zur Vorsicht

Marx und Bedford-Strohm mahnen bei Ökumene zur Vorsicht
Von: DieSachsen.de

«Wollen wir zusammengehen? Wir wollen es!»: 500 Jahre nach Beginn der Reformation hat Deutschlands oberster Katholik, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, den Willen zur Versöhnung mit den Protestanten bekräftigt. Auf dem 36. Evangelischen Kirchentag wurde Marx am Freitag für sein Bekenntnis lautstark gefeiert. Bis zu einer Vereinigung müssten sich beide Konfessionen aber der eigenen Schuld für die Trennung stellen, fügte Marx hinzu. «Wir dürfen nichts überspringen.»

Auch der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm mahnte zur Vorsicht. «Eine zu euphorische Wiedervereinigung wäre fragil.» Ein wichtiger Meilenstein sei der «Versöhnungsgottesdienst» im März unter dem Motto «Healing Memories» (Die Erinnerung heilen) in Hildesheim gewesen. Dort sei die gegenseitige Vergebung sichtbar geworden. Allerdings hätten beide Seiten noch «Angst vor zuviel Nähe», sagte der bayerische Landesbischof. Man müsse sich immer wieder fragen: «Welche Nähe passt jetzt?».

Versöhnung sei «ein großes Wort, ein schwieriges Wort», sagte Marx. Katholiken und Protestanten müssten deutlich aussprechen, was sie nach wie vor trenne. Ein Zusammengehen brauche auch Verabredungen und Institutionen, «damit wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können».

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Zuletzt waren beide Kirchen übereingekommen, das Jubiläum der Reformation, die eine Kirchenspaltung zur Folge hatte, in weiten Teilen gemeinsam zu begehen - obwohl es nach wie vor auch Trennendes gibt. Dazu gehört vor allem das Amtsverständnis der Geistlichen.

Auf dem Evangelischen Kirchentag wird in diesem Jahr an die von Martin Luther (1483-1546) mit seinen Thesen gegen den Ablasshandel angestoßene Reformation erinnert. Der Kirchentag geht am Sonntag in Wittenberg mit einem Gottesdienst zu Ende.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Lino Mirgeler

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