Das Bundeskabinett wird nach den Worten der neuen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bis Mitte Juli ein erstes Entlastungspaket für Unternehmen auf den Weg bringen. Enthalten sein würden die Senkung der Stromsteuer und erste Reformen zum Arbeitsmarkt, sagte die CDU-Politikerin beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow. «Weitere Punkte werden bis zum Jahresende folgen müssen.» Details ließ sie offen. Sorgen bereitet sächsischen Wirtschaftsvertretern derweil die anvisierte Erhöhung des Mindestlohns.
Wachstum sei das Gebot der Stunde, und die Regierung werde Impulse setzen, sagte Reiche. Als Stichworte nannte sie neben strukturellen Reformen des Arbeitsmarkts auch eine Unternehmenssteuerreform.
«Wir werden zunächst einen sogenannten Investitionsbooster beschließen, Abschreibungsmöglichkeiten deutlich verbessern, um dann in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode in eine Unternehmenssteuerreform zu gehen», sagte die Ministerin. Würden die Pläne aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt, komme man «tatsächlich auch wieder in eine Trendwende».