Der Bund Lausitzer Sorben (Domowina) kritisiert Pläne der AfD, die Stellen des Beauftragten für Gleichstellung, für Integration und Teilhabe sowie für die Sorben im Landkreis Görlitz umzuwandeln. Die Sorben-Stelle sollte nach dem Willen der AfD von einem Mitarbeiter des Landratsamtes mit übernommen und die andere Stelle künftig ehrenamtlich betreut werden. Der AfD geht es nach eigenen Angaben um Kosteneinsparungen. Ihr Antrag war im Kreistag allerdings mit deutlicher Mehrheit abgelehnt worden. Die Domowina sieht das Ansinnen aber als Beleg für die Haltung der AfD gegenüber Rechten von Minderheiten.
«Minderheitenpolitik darf niemals abhängig von der Kassenlage sein», erklärte der Domowina- Vorsitzende Dawid Statnik. «Es kann nicht sein, dass man hier versucht, durch taktische Argumente die Rechte und Bedürfnisse des sorbischen Volkes im Landkreis Görlitz zu untergraben. Nur drei Tage nach der Landtagswahl, zu der Vertreter der Partei noch mit Engelszungen sprachen, zeigt die AfD in Bezug auf das sorbische Volk ihr wahres Gesicht.»