Fast die Hälfte der sächsischen Bundestagsabgeordneten hat einer Recherche zufolge in der laufenden Legislaturperiode meldepflichtige Nebeneinkünfte bezogen. 14 von 30 Parlamentarier aus dem Freistaat machten entsprechende Angaben. Das ergab eine Auswertung der veröffentlichungspflichtigen Selbstauskünfte der Abgeordneten durch den «Spiegel» und die Plattform «Abgeordnetenwatch».
230.000 Euro Nebeneinkünfte in Sachsen
Demnach liegt der Anteil der Abgeordneten mit meldepflichtigen Nebeneinkünften in Sachsen deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Bundesweit meldeten 232 von 630 Abgeordneten demnach in der im vergangenen Jahr begonnenen Wahlperiode bislang Nebeneinkünfte. Das entspricht einem Anteil von knapp 37 Prozent. Insgesamt summieren sich die Einkünfte auf mehr als 10,6 Millionen Euro, davon gingen rund 230.000 Euro nach Sachsen.
Besonders fallen im Freistaat die Mitglieder der Unionsfraktion auf: Alle sieben sächsischen CDU-Abgeordneten meldeten zusätzliche Einkünfte. Bei der AfD waren es vier von zehn Abgeordneten, also knapp ein Drittel. Bei den Linken ist es einer von vier Abgeordneten, bei der SPD einer von drei und bei den Grünen einer von zwei.