Kanzler Olaf Scholz hat beim NRW-Unternehmertag dem von Wirtschaftsminister Robert Habeck geplanten Industriestrompreis eine Absage erteilt. Begründung: Der Industriestrompreis begünstige Konzerne und nicht den Mittelstand, so Scholz.
Mittelstandschef Christoph Ahlhaus sagt dazu: „Kleinere und mittlere Unternehmen als Alibi für eine Absage an den Industriestrompreis zu nutzen, ist verfehlt. Der Mittelstand steht dem Industriestrompreis nicht entgegen, wenn Kleine und Große gleichermaßen davon profitieren“, sagte Ahlhaus. „Deswegen fordern wir die Erweiterung des Empfängerkreises auch auf den Mittelstand“. Hintergrund: Als Kanzlerkandidat hatte Olaf Scholz der Industrie 2021 einen Industriestrompreis von 4 Cent die Kilowattstunde versprochen. „Dieses Versprechen bricht er nun“, sagte Ahlhaus. Wenn es bei der Absage an den Industriestrompreis bliebe , solle der Kanzler schnellstmöglich einen klaren Fahrplan vorstellen, wie die Preise auf 4 Cent sinken könnten“, forderte Ahlhaus. Passiere dies nicht, drohe Deutschland die Deindustrialisierung.