Sachsen will Gemeinden in Gebieten mit einem besonderen Schutzstatus trotz Einschränkungen Zukunftsperspektiven bieten. Das sicherte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) den betroffenen Regionen nach einer Kabinettssitzung in Schmilka - im Nationalpark Sächsische Schweiz - zu. «Wir müssen vorankommen bei Entwicklungsmöglichkeiten für die Gemeinden, die in dieser Region sind. Das ganze Thema Nationalpark und Landschaftsschutzgebiet wird nur dann dauerhaft eine Zukunft haben, wenn es für die Menschen positiv ist.» Das Kabinett gehe mit seinen Sitzungen bewusst nach draußen, um über die Probleme zu sprechen, die die Menschen vor Ort bewegen. Ein Nationalpark sei eine Riesenchance und großartige Werbung. Das gehe aber nur gemeinsam mit der Region.
Das Kabinett hatte am Dienstag erneut eine auswärtige Sitzung anberaumt und dazu auch den Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Michael Geisler (CDU), eingeladen. Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) betonte im Anschluss, dass die Staatsregierung fest hinter dem Nationalpark, der Nationalparkregion und zu deren Weiterentwicklung stehe. «Mit dem Nationalpark schützen wir eine einzigartige Landschaft mit seltenen Lebensräumen und seltenen Arten, die zudem auch europarechtlich unter strengem Schutz stehen. Und Nationalpark bedeutet auch Erholung, Bergsport, Naturerleben und Umweltbildung.»