Sachsen und die polnische Wojewodschaft Niederschlesien möchten ihre Kooperation in Bereichen wie Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur weiter ausbauen. Mit diesem Anliegen reiste Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) am Dienstag nach Wrocław (Breslau). «Sachsen und Niederschlesien sind seit vielen Jahren nicht nur Nachbarn, sondern Freunde. Gemeinsam packen wir solche Themen wie die Versorgung der Ukraine-Flüchtlinge, den Strukturwandel oder die demografischen Veränderungen in unseren Gesellschaften an», erklärte Kretschmer. Durch eine enge Wissenschaftskooperation wolle man die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft legen.
Kretschmer hat Niederschlesien am Dienstag eingeladen, der Allianz der europäischen Halbleiterregionen beizutreten. Ziel sei es, in Zukunftsbereichen zusammenzuarbeiten, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Rande des Besuchs. «Wenn man bei diesen Zukunftsthemen wirklich mitreden will, dann braucht man viele Verbündete.»
Sachsen hatte zuletzt gemeinsam mit mehreren Mikroelektronik-Standorten der Europäischen Union die Gründung einer Allianz der Halbleiterregionen angestoßen. Anfang September soll es dazu weitere Gespräche in Brüssel geben. In Breslau will der US-Hersteller Intel eine Chipfabrik bauen, in der Mikroprozessoren montiert und getestet werden. In der Anlage sollen bis zum Jahr 2027 rund 2000 hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstehen.