Sachsens Landtag hat mit den Stimmen von CDU, Grünen und SPD einen Antrag der Linken zur Beteiligung am Renten-Härtefallfonds des Bundes abgelehnt. In der vorherigen Debatte sprachen sich zwar auch Grünen-Fraktionschefin Franziska Schubert und SPD-Politikerin Sabine Friedel für das Anliegen aus. Den konkreten Antrag der Linken unterstützten sie aber nicht. Die Linken hatten neben einer Beteiligung an dem Fonds und einer damit verbundenen Verdoppelung der Einmalzahlung für Betroffene auch gefordert, den Härtefallfonds zu einem Gerechtigkeitsfonds für alle betroffenen Berufsgruppen unabhängig ihrer Bedürftigkeit auszubauen.
Der Härtefallfonds ist vor allem für Ostdeutsche gedacht, deren Rentenansprüche aus DDR-Zeiten nicht ins bundesdeutsche System übernommen wurden. Wenn sie als bedürftig gelten, können sie einmalig 2500 Euro erhalten. Der Bund hat für den Fonds 500 Millionen Euro eingeplant. Er soll von einer Stiftung betreut werden. Die Länder haben die Möglichkeit zur Beteiligung, dann würde sich die Auszahlung verdoppeln. Bislang hat das nur Mecklenburg-Vorpommern zugesagt. In Sachsen sind außer der CDU alle im Landtag vertretenen Parteien dafür. Die CDU hatte wiederholt klargestellt, dass Renten Bundesrecht sind. Dieses Argument lieferte die Union auch am Mittwoch.