Vor der Vorstellung des Haushaltsentwurfs für die kommenden beiden Jahre wächst die Kritik an geplanten Einsparungen im Sozial- und Kulturbereich. «Alle Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich treffen genau die Menschen, die Unterstützung am meisten brauchen», sagte Hendrik Müller, Sprecher für Kinder, Jugendliche und Familien der SPD-Fraktion Dresden.
Bei einem Wegfall von Fördergeldern würden die Kosten lediglich verlagert: «Wenn wir bei der Prävention kürzen, führt uns das später zu zusätzlichen Kosten bei gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen im Sozialbereich.»
Die Linke will sich vor allem gegen Kürzungen im Sozial-, Kultur- und Jugendhilfebereich einsetzen, wo Projekte, Träger und Vereine unmittelbar auf Förderungen angewiesen sind. «Hier kämpfen wir für alles, was geht», sagte Stadtrat Tilo Kießling.
Ohne die Fördermittel würden bereits sofort zum Jahresanfang Schließungen drohen. In einigen Fällen dränge die Zeit besonders, so etwa bei der Förderung von Ferienlagern, die aktuell bereits für das nächste Jahr planen.