Rechtsextreme Bürgerwehren in Polen wollen ihre eigenmächtigen Patrouillen an der Grenze zu Deutschland trotz der Kontrollen des polnischen Grenzschutzes fortsetzen. Die Aktivisten hätten sich zwar von den Grenzübergängen zurückgezogen, seien aber mit mobilen Patrouillen im Grenzgebiet unterwegs, sagte Robert Bakiewicz von der «Bewegung zur Verteidigung der Grenzen» der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe auch darum, die Arbeit des Grenzschutzes zu überprüfen. «Wir wollen beobachten, ob tatsächlich Kontrollen stattfinden oder ob es sich nur um einen PR-Gag der Regierung handelt.»
Bakiewicz ist in Polen bekannt, weil er in der Vergangenheit jährlich rechte Aufmärsche zum polnischen Unabhängigkeitstag in Warschau organisiert hat. Seit einiger Zeit wirbt seine neu gegründete «Bewegung zur Verteidigung der Grenzen» um Freiwillige, die an der Grenze zu Deutschland Fahrzeuge anhalten und nach Migranten fahnden.