Migration gibt es, solange es Menschen gibt. Urmenschen aus Afrika mischten sich mit Neandertalern. Die Völkerwanderung hat die Welt geprägt. Das römische Reich löste sich auf, als Germanen, Goten und Vandalen massenhaft einwanderten.
In der Neuzeit gab es Fluchtbewegungen nach großen Kriegen und Revolutionen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Polen nach Westen verschoben, wurden viele Polen zwangsumgesiedelt. Viele Deutsche flohen oder wurden vertrieben, kamen ins verbliebene Deutschland, siedelten sich hier neu an. Nach Mao Tse Tungs großem Marsch und seiner Revolution in China flohen viele Chinesen nach Taiwan. Seit 2006 siedelt China Millionen Tibeter zwangsweise um. Nach dem Vietnamkrieg flohen viele Vietnamesen übers Chinesische Meer, wurden sprichwörtliche Boat People. Kubaner flohen vor der sozialistischen Diktatur nach Florida und sonst in die USA. Mexikaner flüchten seit den 80er Jahren massenhaft in die USA. Spanisch ist faktisch zweite Amtssprache in den südlichen Staaten von Arizona bis Texas.