Sachsen braucht nach Ansicht aller Fraktionen im Landtag mehr Wohnungsbau. Auch bei der Forderung nach weniger Bürokratie für den Neubau waren sich die Parlamentarier bei einer Debatte weitgehend einig. Das Ausmaß des Problems wurde jedoch unterschiedlich bewertet. Während die Linken Mietwucher anprangerten, relativierte die für Wohnen zuständige Regionalentwicklungsministerin Regina Kraushaar (CDU) das Ausmaß.
Linke: Viele Neubauten sind unbezahlbar
«Wohnen ist zum Armutsrisiko geworden. In Dresden und Leipzig müssen weite Teile der Bevölkerung mehr als 30 Prozent und sogar bis zu 40 Prozent ihres kleinen Einkommens für die Miete ausgeben», sagte Linke-Abgeordnete Juliane Nagel. Viele Neubauten seien unbezahlbar, Nebenkosten würden zur zweiten Miete. «Große Wohnungsunternehmen agieren immer dreister: Menschen wird ihr Zuhause genommen, weil sie dem Profitstreben im Wege stehen.»