Sachsens Sozialministerin Petra Köpping hält eine positive Grundstimmung bei der Aufnahme von Asylbewerbern für erforderlich, um damit einhergehende Probleme zu lösen. Kommunen hätten nach wie vor große Schwierigkeiten bei der Aufnahme und der Integration Geflüchteter, räumte die SPD-Politikerin am Dienstag nach der Kabinettssitzung ein. Sie persönlich glaube aber nicht, dass dies nur mit Kapazitätsproblemen bei der Unterbringung zu tun habe, sondern auch mit dem Willen vor Ort, ob die Bevölkerung das möchte oder ob es eine ablehnende Haltung gebe.
Köpping zufolge hat Ostdeutschland in einer vergleichsweise kurzen Zeit eine große Anzahl von Flüchtlingen aufnehmen müssen. Heute gebe es hier Städte mit einem Ausländeranteil von zehn Prozent, in manchen ländlichen Regionen von sieben Prozent. Die westdeutschen Länder hätten damals mehr Zeit gehabt, die einheimische Bevölkerung dabei einzubinden. «Mir ist es wichtig, dass wir positiv an die Aufnahme von Asylbewerbern herangehen müssen - bei allen Problemen, die wir haben», sagte Köpping. Man brauche dafür eine «positive Kultur».