Die sächsischen Grünen haben sich auf ihrem Parteitag in Neukieritzsch bei Leipzig personell neu aufgestellt. Martin Helbig und Coretta Storz wurden zu neuen Landesvorsitzenden gewählt. Beide setzten sich in Kampfabstimmungen gegen ihre Mitbewerber durch. Ex-Umweltminister Wolfram Günther hatte zuvor seine Kandidatur überraschend zurückgezogen.
Doppelspitze mit klarer Ansage
Helbig erhielt 66 von 112 abgegebenen Stimmen (58,9 Prozent). Er setzte sich gegen Nathalie Senf durch. In seiner Bewerbungsrede betonte Helbig die Bedeutung einer sozial-ökologischen Politik: «Wer Wandel will, muss ihn sozial gestalten. Wer zumutet, muss absichern. Sozial-ökologische Politik – das ist bündnisgrüne Politik.» Der Dresdner Stadtbezirksbeirat warb für eine stärkere Einbindung der Kreisverbände und ein gemeinsames Arbeiten von Haupt- und Ehrenamt.
Storz vom Kreisverband Chemnitz gewann mit 72 Stimmen (64,9 Prozent) gegen Gesine Märtens. Sie will die Partei basisnah und kreativ aufstellen: «Ich trete als Landesvorsitzende an für eine starke Basis, die nicht nur der Motor ist, sondern auch die Richtung angibt.»