Sachsen und Nordrhein-Westfalen streben eine intensivere Zusammenarbeit an und wollen sich künftig zu verschiedenen Themen stärker austauschen. «Wir Sachsen sind dankbar für die Zusammenarbeit und Kooperation mit Nordrhein-Westfalen - gerade im Bereich des Strukturwandels», sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach einer gemeinsamen Kabinettssitzung am Dienstag in Leipzig. Das Investitionsgesetz zur Stärkung der Kohleregionen habe man zusammen mit Sachsen-Anhalt und Brandenburg gemeinsam vorangebracht. Nun sei «enorm wichtig, dass die vereinbarten 40 Milliarden Euro wirklich investiert werden und sich die Dinge auch realisieren».
Anfang März hatte der Bund die Mittel aus der zweiten Förderperiode ab 2027 freigegeben. Somit können Kommunen in den Braunkohleregionen weitere Strukturwandel-Projekte angehen. Nordrhein-Westfalen und Sachsen seien an der Seite der Kommunen, betonte Kretschmer. «Wir sehen mit Sorge auf das Defizit bei den deutschen Kommunen, weil Bundesgesetze sie unter Wasser drücken.» Wer wie der Bund Leistungsgesetze beschließt, müsse auch dafür sorgen, dass die Gelder bei den Kommunen ankommen.