Dresden (dpa/sn) - Die Freien Wähler (FW) in Sachsen sehen sich im Wahlkampf für die Landtagswahl am 1. September weiter benachteiligt. Grund ist vor allem der Umstand, dass sie zu den Wahlforen der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung nicht eingeladen wurden. Die Landeszentrale macht die Einladung vor allem an Umfragewerten, der Präsenz von Parteien im Sächsischen Landtag und Bundestag und dem Prinzip einer abgestuften Chancengleichheit fest.
«Das suggeriert, dass es im Wortlaut immer noch eine Chancengleich gäbe. Das können wir jedoch nicht erkennen», betonte FW-Chef Thomas Weidinger. Vielmehr halte die Landeszentrale für politische Bildung an jahrzehntealten Auswahlkriterien fest und blende komplett aus, dass sich die Gesellschaft gravierend geändert habe. «Man muss sich doch nur die Frage stellen, warum eine FDP zu den Wahlforen eingeladen wird, obwohl sie in Sachsen nahezu bedeutungslos geworden ist. Nur weil sie im Bundestag sitzt? Das ist nicht nachvollziehbar.»