Vor Weihnachten ist Dresden traditionell ein beliebtes Reiseziel. Besonders der Striezelmarkt - der älteste deutsche Weihnachtsmarkt - begeistert jedes Jahr aufs Neue. Im vergangenen Jahr zählte er etwa zwei Millionen Besucher. Nicht nur deswegen ist das Verkehrsaufkommen in Dresden in der Adventszeit höher. Doch nach dem Teileinsturz der Carolabrücke fällt eine zentrale Verkehrsachse weg. Deshalb gibt es ein Verkehrskonzept für die kommende Adventszeit. Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (Grüne) stellte es vor.
Das ist für den Autoverkehr geplant
Das Verkehrskonzept sieht vor, dass möglichst viele Menschen den öffentlichen Nahverkehr nutzen, um zum Weihnachtsmarkt zu kommen. Wer von außerhalb mit dem Auto kommt, ist angehalten, außerhalb des Zentrums einen der 2.300 zusätzlich geschaffenen Parkplätze zu nutzen - und dann in Bus oder Bahn umzusteigen. 1.200 der Plätze stehen am Ostragehege bei der Messe Dresden westlich der Altstadt zur Verfügung. Von dort aus fahren die zusätzliche Straßenbahnlinie 20 sowie die Linie 10 in die Innenstadt.
Wer dennoch mit dem Auto im Zentrum unterwegs ist, muss wie in jedem Jahr die einseitige Sperrung der Wilsdruffer Straße, die am Striezelmarkt vorbeiführt, einplanen. Diese wird jedoch von 22 Uhr bis 9:30 Uhr aufgehoben. Als Ausweichmöglichkeit wird der Verkehr in der entsprechenden Richtung über das Terrassenufer geleitet, das ab dem 20. November wieder für Autos frei ist.
Für Reisebusse wurde zusätzlicher Parkraum an der Marienbrücke geschaffen, hieß es. Durch die Verlagerung des Weihnachtszirkus entstehen dort 130 Busstellplätze - und damit 60 Prozent mehr als bisher.