Update // Nach mehreren Brüchen in der restlichen Konstruktion der teilzerstörten Dresdner Carolabrücke forciert die Stadt deren geordneten Abriss. Angesichts akuter Einsturzgefahr muss er schnellstmöglich erfolgen, teilten die zuständigen Behörden mit. Daher wird darauf verzichtet, die nötigen Arbeiten auszuschreiben. «Es ist Gefahr in Verzug», sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Um die von dem Bauwerk ausgehende Gefahr rasch zu beseitigen, wird noch in dieser Woche der Auftrag direkt vergeben. An diesem Sonntag entscheiden die Behörden zudem über die kontrollierte Schiffspassage auf der Elbe ab kommenden Montag.
Man könne «Draht für Draht zuhören, wie die Restsicherheiten der Brücke schwinden», sagte Hilbert zur Begründung des Kurswechsels. Maßgabe bisherigen Handelns war, die Schifffahrt auf der Bundeswasserstraße zu gewähren und möglichst wenig einschränken. Anfang nächster Woche sind zur Unterstützung der für einen sicheren Abriss nötigen Kampfmittelsondierung in der Elbe Drohnenüberflüge geplant. Sollten für 72 Stunden keine weiteren Ereignisse auftreten, sei eine kontrollierte Durchfahrt für dringende Transporte nach Anmeldung und unter ständiger Überwachung wieder möglich.