Die Bundespolizei hat im Vorjahr in Sachsen weniger unerlaubt eingereiste Menschen aufgegriffen als 2024. Die Zahl habe sich binnen eines Jahres nahezu halbiert, teilte ein Sprecher der Behörde in Pirna auf Anfrage mit. Im Vorjahr wurden insgesamt 4.530 illegale Grenzübertritte im Freistaat festgestellt. Im Jahr 2024 waren 8.477 Fälle registriert worden, 2023 noch 29.744.
Seit Mitte September 2024 gibt es an allen deutschen Landesgrenzen wieder Grenzkontrollen bei Einreisen, an der sächsischen Grenze zu Polen und Tschechien bereits seit Oktober 2023. Damit soll die Zahl der unerlaubten Einreisen stärker eingedämmt werden. Die befristeten Kontrollen wurden bisher zweimal verlängert. Eigentlich sind Grenzkontrollen nicht vorgesehen im Schengen-Raum, der die meisten EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz umfasst.
Im Juni die meisten Fälle in Sachsen festgestellt
In Sachsen hatte im September 2023 die Zahl der unerlaubten Einreisen einen Höhepunkt von rund 7.000 erreicht. Im Vorjahr wurden die meisten Fälle im Juni registriert, etwa 450. Laut Bundespolizei kamen die meisten im Jahr 2025 aufgegriffenen Menschen aus der Ukraine, Syrien, der Türkei und Russland. Die Altersspanne reichte von wenige Monate alten Babys bis zu 86 Jahren alten Flüchtlingen.