Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in Sachsen hat die Haltung des sächsischen Umweltministeriums zur EU-Wiederherstellungsverordnung scharf kritisiert. Der Umweltverband wirft der Staatsregierung vor, notwendige Schritte gegen Artensterben und Biodiversitätsverlust zu blockieren. Hintergrund ist die Verordnung zur Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme, die bis 2030 Renaturierungsmaßnahmen auf mindestens 20 Prozent der Land- und Meeresflächen in der EU vorsieht.
Mitte Mai hatte der sächsische Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch die Verordnung als nicht praxistauglich kritisiert. Im Kern könne man zwar das Anliegen nachvollziehen, allerdings äußerte er Zweifel an der Umsetzung. «Allerorts setzen wir uns für Bürokratieabbau und schlanke Verfahren ein. Die Wiederherstellungsverordnung indes ist das Gegenteil», so der CDU-Politiker. Die Verordnung müsse überarbeitet oder zurückgenommen werden.