Der Präsident des Deutschen Städtetags, der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), fordert eine möglichst schnelle und großzügige Ausschüttung des Geldes aus dem Sondervermögen des Bundes an die Kommunen. «Die Bundesländer können und sollten schon jetzt die Landesgesetze zum Sondervermögen in Angriff nehmen und vorbereiten. Es braucht jetzt Nägel mit Köpfen», sagte Jung bei der Konferenz der Oberbürgermeister der ostdeutschen Städte im Deutschen Städtetag in Suhl.
100 der 500 Milliarden des schuldenfinanzierten Sondervermögens des Bundes für die Infrastruktur sind für die Länder vorgesehen. Die ostdeutschen Städte seien dringend auf die Mittel angewiesen, die Finanzsituation der meisten Kommunen sei «dramatisch». Das Geld werde gebraucht, «um vor Ort Straßen, Schulen und Brücken fit zu machen oder den Ausbau bei Bussen und Bahnen voranzutreiben».