Nach dem Fund mehrerer Weltkriegsbomben beim Abbruch an der Carolabrücke Dresden muss das Sicherheitskonzept für die Arbeiten überdacht werden. Die Pläne zur Bergung der restlichen Trümmerteile und zum Abriss der beiden verbliebenen Brückenstränge sollten angepasst werden, sagte André Mauermeister, Chef des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Sachsen, der Deutschen Presse-Agentur. Informationen dazu, wie viel Munition dieser Art dort noch liegen könnte, gibt es bisher nicht.
Da der Fluss und die Elbwiesen auch von den Bombardierungen 1945 betroffen waren, sei grundsätzlich davon auszugehen, dass eine Gefahr bestehen könnte, sagte Mauermeister. Eine Kampfmittelsondierung in der Elbe sei schwierig. Stahlreste und anderes Material im Wasser könnten zu vielen Störungen führen. Abseits technischer Möglichkeiten zur Ortung bleibe nur die baubegleitende Kampfmittelräumung. «Das ist die risikoreichste Methode», sagte Mauermeister. Dazu könnten auch ferngesteuerte Bagger eingesetzt werden.