Matthias Berger bewirbt sich als Kandidat der Freien Wähler um das Amt des Ministerpräsidenten in Sachsen. Seine Kandidatur machte der 56-Jährige bei einer Pressekonferenz in Dresden offiziell. «Ich traue mir das zu», sagte er. Die Freien Wähler seien aus tiefer Unzufriedenheit über die Situation im Land angetreten. «Wir brauchen Mut für einen echten Neustart und Mut für Miteinander statt Ausgrenzung.»
Der neue Ministerpräsident soll am kommenden Mittwoch gewählt werden. Für die CDU tritt Amtsinhaber Michael Kretschmer an. Der von ihm angestrebten Minderheitsregierung mit der SPD fehlen allerdings zehn Stimmen für eine absolute Mehrheit, die im ersten Wahlgang erforderlich ist. Berger geht von einem offenen Rennen aus. Die AfD will ihn nicht unterstützen und mit Fraktions- und Parteichef Jörg Urban wohl einen eigenen Kandidaten stellen.
Kretschmer und auch die SPD suchen derweil das Gespräch mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht, den Linken und den Grünen. Am Freitag traf sich Kretschmer mit den beiden grünen Mitgliedern seines Kabinetts - Justizministerin Katja Meier und Energie- und Umweltminister Wolfram Günther. Auch Fraktionschefin Franziska Schubert nahm teil. Über Inhalte wurde nichts mitgeteilt.