Noch bis Anfang März läuft in Deutschland die diesjährige Nato-Großübung unter dem Namen Steadfast Dart (Standhafter Pfeil). Ziel ist es, die schnelle Verlegung und Integration von Truppen an die Ostflanke des Bündnisses zu prüfen. Die NATO will in der Lage sein, mehrere Tausend ihrer Soldaten innerhalb von zehn Tagen an jeden möglichen Ort des Bündnisses zu verlegen. Dafür wurde die entsprechende schnelle Eingreiftruppe, die Allied Reaction Force, nach dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine aufgestellt und wird nun in der Übung auf ihre Einsatzfähigkeit getestet. Mit dabei sind 200 tschechische Soldaten, teilte Radio.cz mit.
Die Übung umfasst insgesamt rund 10.000 Soldaten aus elf NATO-Ländern. Zu den beteiligten Staaten zählen unter anderem Spanien, die Türkei und Italien. Die Großübung ist in mehrere Phasen gegliedert: zunächst wurde die Eingreiftruppe aktiviert, anschließend erfolgte die Verlegung der jeweiligen nationalen Kontingente nach Deutschland und schließlich die Abstimmung und Integration der Einheiten in gemeinsame Einsatzszenarien.
Tschechische Spezialeinheit vor Ort
Seit vergangener Woche ist auch eine tschechische Spezialeinheit vor Ort: das 43. Fallschirmjägerregiment aus Chrudim mit mehr als 200 Mann. Die Einheit wird von Jan Janeček befehligt und bringt spezielle Fähigkeiten in die Übung ein. Janeček betont die hohe Mobilität seines Verbandes und die Einsatzflexibilität: „Wir sind in der Lage, sowohl auf dem Landweg mit unseren Land Rover 130 Kajman als auch aus der Luft, und das nicht zuletzt per Fallschirm, ins Feld zu ziehen. Wir stehen zur Verfügung, um unterschiedliche Schlüsselobjekte zu sichern, sodass danach schwerere Truppenteile eingesetzt werden können“, sagte er Radio.cz.