Die Premierenfahrt des neuen Direktzugs der Tschechischen Bahnen (České dráhy) von Prag nach Kopenhagen ist gescheitert. Das berichteten deutsche Medien übereinstimmend. Am Freitag sollte erstmals ein ComfortJet der ČD planmäßig über Dresden nach Dänemark rollen – doch der Zug endete mit über vier Stunden Verspätung in Hamburg-Altona, ohne sein Ziel zu erreichen. Reisende mussten dort umsteigen.
Der Morgen verlief zunächst reibungslos: Fast pünktlich durchfuhr der neunteilige Wendezug mit einer Hochgeschwindigkeitslok des Typs Siemens Vectron den Bahnhof Dresden-Mitte. Die planmäßige Ankunft in Kopenhagen war für 19.38 Uhr vorgesehen. Kurz nach 13 Uhr kollidierten jedoch Teile der Oberleitung mit einem ICE zwischen Lüneburg und Hamburg, woraufhin die Strecke voll gesperrt wurde. Auch der Zug „RJ 384" war davon betroffen und traf mit massiver Verspätung in der Hansestadt ein.
Erschwerend kommt hinzu, dass der Zug wegen der laufenden Generalsanierung der Strecke Berlin–Hamburg derzeit ohnehin über die Umleitungsstrecke Stendal–Uelzen–Lüneburg fahren muss. Dies verlängert die Reisezeit und ist auch der Grund, warum vorerst nur eine Verbindung pro Richtung täglich angeboten wird – mit einem längeren Aufenthalt von rund 80 Minuten in Hamburg-Altona.