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Rattengift in HiPP-Babynahrung auch in Tschechien entdeckt

Rattengift in HiPP-Babynahrung auch in Tschechien entdeckt
Verbraucher sollten HiPP-Produkte derzeit nicht verwenden: In mehreren Ländern wurden Gläser mit Rattengift gefunden. Foto: HiPP
Von: News aus Tschechien
In Tschechien und der Slowakei wurden Gläser der Marke HiPP mit Rattengift gefunden. Der Handel hat alle HiPP-Produkte vorsorglich aus den Regalen genommen.

In Tschechien und der Slowakei sind Gläser der Babynahrungsmarke HiPP entdeckt worden, die mit Rattengift versetzt wurden. Das teilte die tschechische HiPP-Niederlassung mit. Der Handel hat alle Produkte der Marke vorsorglich aus dem Verkauf genommen. Die tschechische Polizei gab bekannt, dass der Fall von Ermittlern in Südmähren in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Brünn bearbeitet wird. Die Behörden appellierten an die Bevölkerung, ruhig zu bleiben – die allgemeine Bedrohungslage sei gering.

Der Fall wurde zunächst in Österreich bekannt, nachdem Behörden vor möglicherweise manipulierten HiPP-Gläsern gewarnt hatten. Erste Labortests bestätigten das Vorhandensein von Rattengift. HiPP betonte, der Vorfall stehe in keinem Zusammenhang mit dem eigenen Produktionsprozess oder den Qualitätssicherungssystemen des Unternehmens und sei als krimineller Akt im Vertriebsbereich einzustufen. Laut dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel gehen Ermittler von einem versuchten Erpressungsfall aus. Das verwendete Gift beeinträchtigt die Blutgerinnung.

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Die tschechische Lebensmittelaufsichtsbehörde SZPI erklärte, sie handle auf Grundlage von Informationen der österreichischen Behörden und warnte, dass absichtlich kontaminierte Babynahrung auf dem tschechischen Markt vorhanden sein könnte. Betroffen sein soll demnach eine Gemüsemischung mit Karotten und Kartoffeln.

Verbraucherinnen und Verbraucher werden aufgefordert, die Verpackungen sorgfältig zu prüfen. Warnsignale sind ein weißes Etikett mit rotem Kreis auf dem Boden des Glases, beschädigte oder bereits geöffnete Deckel, fehlende Sicherheitssiegel sowie ein ungewöhnlicher Geruch. Zudem kann es sein, dass betroffene Gläser beim Öffnen kein typisches „Klick"-Geräusch erzeugen. Im Zweifelsfall sollten Produkte nicht verwendet werden.

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