Mehr als die Hälfte der tschechischen Haushalte zahlt möglicherweise mehr für Strom als nötig. Das geht aus einer Analyse des Energieunternehmens bezDodavatele hervor. Das Unternehmen untersuchte den Stromverbrauch von 1.132 Haushaltszählpunkten anhand der beiden verbreitetsten Verteilungstarife D01d und D02d, die laut Energieregulierungsbehörde ERÚ von rund 65 Prozent der etwa 6,5 Millionen Haushaltszählpunkte in Tschechien genutzt werden.
Die Analyse ergab, dass 53 Prozent der untersuchten Haushalte von einem Tarifwechsel hätten profitieren können. Die durchschnittliche mögliche Ersparnis lag bei 728 Kronen pro Jahr, in einigen Fällen betrug das Einsparpotenzial mehrere Tausend Kronen jährlich. Hochgerechnet auf alle betroffenen Haushalte ergibt sich ein gesamtgesellschaftliches Einsparpotenzial von über 1,3 Milliarden Kronen.
Ursache ist häufig, dass Haushalte ihren Tarif über Jahre nicht überprüfen. Ein Tarif, der bei der Inbetriebnahme des Anschlusses sinnvoll war, kann nach einer Änderung der Verbrauchsgewohnheiten überholt sein – wird aber auf der Stromrechnung oft nicht hinterfragt.