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Weniger Verkehrstote im Landkreis Meißen – aber mehr Unfallfluchten

Weniger Verkehrstote im Landkreis Meißen – aber mehr Unfallfluchten
Symbolbild Verkehrsunfälle / pixabay garten-gg
Von: Meißen News
Im Landkreis Meißen ereigneten sich 2025 insgesamt 5.257 Verkehrsunfälle. Die Zahl der Verkehrstoten sank deutlich von zwölf auf fünf – doch die Unfallfluchten nahmen zu.

Im Landkreis Meißen wurden 2025 insgesamt 5.257 Verkehrsunfälle registriert – ein leichter Anstieg um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte die Polizeidirektion Dresden mit. Deutlich positiver entwickelte sich die Zahl der Verkehrstoten: Fünf Menschen kamen auf den Straßen des Landkreises ums Leben, nach zwölf Todesfällen im Jahr 2024. Polizeipräsident Lutz Rodig begrüßte die Entwicklung, mahnte aber: „Jeder Mensch, der sein Leben bei einem Unfall verliert, ist einer zu viel."

Die Gesamtzahl der Verunglückten sank leicht um 0,3 Prozent auf 933 Personen. Die Zahl der Schwerverletzten ging um 7,7 Prozent auf 180 zurück, während die Leichtverletzten um 2,6 Prozent auf 748 stiegen. Kein Kind kam 2025 bei einem Verkehrsunfall ums Leben, allerdings stieg die Zahl der schwerverletzten Kinder von 15 auf 18.

Als häufigste Unfallursachen bei Unfällen mit Personenschäden nennt die Statistik Vorfahrtsfehler mit 24,7 Prozent, gefolgt von Fehlern beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren mit 11,8 Prozent sowie Fehlern bei der Straßenbenutzung mit 11,3 Prozent. Die Zahl der Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sank auf 114 (2024: 123), davon entfielen 104 auf Alkohol am Steuer.

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Sorgen bereitet der Anstieg bei den Unfallfluchten: Die Polizei nahm 1.255 Fälle auf – 78 mehr als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote sank dabei von 37,9 auf 32,5 Prozent. Auch bei Motorradunfällen gab es eine positive Entwicklung: Die Zahl der Unfälle unter Beteiligung von Motorrädern sank von 72 auf 59.

Bei der Verkehrsüberwachung wurden 73.566 Temposünder festgestellt, rund 4.748 Fahrzeugführer wegen Verstößen gegen die Gurtpflicht und 3.334 wegen Handynutzung am Steuer geahndet. Für 2026 kündigt Polizeipräsident Rodig verstärkte Kontrollen im gewerblichen Personen- und Güterverkehr an. Für den Sommer ist eine Kontrollwoche im Schwerlastverkehr geplant – mit Fokus auf technische Mängel, Lenk- und Ruhezeiten sowie Ladungssicherung.

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