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Wacker Chemie baut 200 Stellen in Nünchritz ab

Wacker Chemie baut 200 Stellen in Nünchritz ab
Luftbild des Wacker-Standortes Nünchritz- Foto: Wacker Chemie
Von: Meißen News
1.600 Stellen sollen in Deutschland wegfallen – betriebsbedingte Kündigungen sind jedoch ausgeschlossen. Wie das Unternehmen den Umbau finanzieren will.

Die Wacker Chemie AG treibt ihr weltweites Kosten- und Effizienzprogramm weiter voran. In Deutschland haben sich Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung nun auf einen sozialverträglichen Plan zum Abbau von rund 1.600 Stellen geeinigt. Das teilte der Konzern mit. In Werk Nünchritz sollen 200 Stellen wegfallen.

Der Stellenabbau soll ausschließlich über ein Freiwilligenprogramm erfolgen. Geplant sind unter anderem Altersteilzeitregelungen sowie Aufhebungsverträge. Zusätzlich leisten alle Beschäftigten an den deutschen Standorten bis 2028 einen befristeten Solidarbeitrag: Ihre Arbeitszeit und das Entgelt werden jeweils um vier Prozent reduziert. Nach Angaben des Unternehmens schafft diese Kombination den finanziellen Spielraum, um betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen.

Der Stellenabbau ist Teil des im Oktober gestarteten Programms PACE. Ziel ist es, die jährlichen Kosten konzernweit um mehr als 300 Millionen Euro zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Bis Ende 2027 sollen alle vorgesehenen Strukturmaßnahmen umgesetzt sein.

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Besonders betroffen ist der größte Standort des Unternehmens in Burghausen, wo 1.300 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Weitere Einschnitte sind am Standort Nünchritz mit 200 Stellen vorgesehen. Am Unternehmenssitz in München sollen 60 Stellen abgebaut werden, an weiteren deutschen Standorten insgesamt 50.

Grundlage ist ein detaillierter Umsetzungsplan, auf den sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter verständigt haben. Vorgesehen sind unter anderem die Zusammenlegung von Produktionsbereichen, eine stärkere Flexibilisierung der Schichtsysteme sowie die Verlagerung bestimmter Aufgaben an internationale Service-Standorte.

Wacker-Chef Christian Hartel bezeichnete die Einigung als wichtigen Schritt, um den notwendigen Umbau auch in Deutschland umzusetzen. An internationalen Standorten seien bereits Maßnahmen realisiert worden, die das Unternehmen flexibler und effizienter machten.

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